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Irreversible Entanglements
Das Konzert der famosen Irreversible Entanglements im gut gefüllten Treibhaus-Keller entpuppte sich als eine völlig unberechenbare, rein improvisierte Reise, die in keiner Form mit den Songs auf ihren bisherigen Alben zu vergleichen war. Von Beginn an machte die Band unmissverständlich klar, dass an diesem Abend etwas völlig Eigenständiges entstehen würde. Die Musiker betraten die Bühne als „Brothers and Sisters in Mind“, ließen das Geschehen frei passieren und zogen das äußerst bunt gemischte Publikum zu einem großen Teil in ihren Bann.
Der musikalische Erzählungsbogen spannte sich imposant von einem minimalistischen, einfachen Einstieg über rhythmischere, zugänglichere Phasen bis hin zu anspruchsvoller, hochenergetischer Free-Jazz-Kost. Höhepunkte für diese Show definieren zu versuchen ist sinnlos - es ist ein kollektiver Sog, ein Wirbelsturm, eine unfassbare Performance, die selbstverständlich auch auf den unglaublich gut ausgebildeten einzelnen Personen aufbaut. Ob Luke am Bass, Tcheser an den Drums und Percussions, Achiles an Trompete und Electronics, Keir - der umtriebige Multiinstrumentalist oder Camae - die Frontfrau mit ihrer eindringlichen, einfachen Art Worte und Themen zu vermitteln, wie es nur ganz wenige schaffen.
Getragen von einer spirituellen, leidenschaftlichen Atmosphäre entfaltete sich ein regelrechter Ritt, der das Publikum vor die Wahl stellte, sich ganz zu öffnen und mitzuschweben – ein tiefgreifendes, intensives Live-Erlebnis, das zu einem absoluten Triumph wurde und einen Hauch von Internationalität an diesem Dienstag versprühte.